ZeitzeugInnen:Kein Ort für Slowenen. Marija Olip

Kein Ort für Slowenen. Marija Olip
A 1990, 27 min
Regie, Schnitt: Karin Berger, Lotte Podgornik // Kamera: Manfred Neuwirth // Ton: Gerda Lampalzer // Musik: Werner Pirchner

"Kein Ort für Slowenen" lautet der Titel des Portraits von Marija Olip aus Zell Pfarre/Sele Fara in Südkärnten, deren Lebenszusammenhang im slowenischen Familien-, Dorf- und Kulturverband die zunehmend brutale Germanisierungspolitik der NS-Okkupanten innerhalb weniger Jahre total zerstört: Zwei Brüder, die vor der Einberufung in die deutsche Wehrmacht flüchten, werden unter Lebensgefahr versteckt und versorgt. 1942 trifft die Familie Olip wie Hunderte anderer slowenischer Familien die "Aussiedlungs"-Politik der Nazis, sie werden gewaltsam von ihrem Hof vertrieben und in Lager ins "Altreich" verschleppt. Dem Verrat der illegalen Hilfsaktion für die untergetauchten Brüder folgt die Verhaftung der Eltern und Schwestern, Marija wird zu 10 Jahren Zuchthaus verurteilt. Nach ihrer Rückkehr findet sie den Hof völlig ausgeplündert vor, das bedeutet einen mühsamen Neubeginn.

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